Sonne, Dampf und Narretei – der Liederkranz auf Ausflug
Glücklicherweise lachte der Himmel, als ein fast bis auf den letzten Platz besetzter Bus mit dem Liederkranz Dagersheim und seinen Freunden am Samstag, dem 19. September 2026, zur Fahrt auf die Baar und ins Wutachtal aufbrach.
Im Bad Dürrheimer Narrenschopf in den drei halbkugelförmigen ehemaligen Salinengebäuden konnte mit einer lebendigen und spannenden Führung eine bunte Vielfalt an Narrenhäsern bewundert werden, von der Larve aus dem 17. Jahrhundert bis zur den Kopf vollständig umschließenden Apfelmaske der Jetztzeit, vom Häs mit den unzähligen Dürrheimer Salzbeutelchen bis zum Kostüm mit dem Fensterrahmen um den Oberkörper.
Zur Mittagszeit wurde in Kleingruppen die zum Großteil autofreie historische Innenstadt von Villingen mit dem Münster und den drei erhaltenen Stadttoren erkundet und die reichhaltige Gastronomie zur Stärkung aufgesucht.
Als Höhepunkt erwartete in Weizen im Wutachtal der Museumszug der Sauschwänzlebahn die Liederkränzler zur Fahrt zum Bahnhof Zollhaus-Blumberg. In einem dreiachsigen Umbauwagen aus den Fünfzigerjahren mit seinen Kunstledersitzen und Übersetzfenstern wurden sie von einer Dampflok der Baureihe 50 aus dem Jahr 1942 durch die sechs Tunnels, über die vier großen Viadukte und die unzähligen Schleifen des Mittelteils der Strategischen Bahn gezogen, die diesem den Namen „Sauschwänzlebahn“ eingebracht haben. Mit einem Schaden an der Lok, der glücklicherweise nach rund einer Viertelstunde behoben war, eiferte die Museumsbahn der Deutschen Bahn erfolgreich nach, wobei letztere das hohe Alter des Rollmaterials nicht als Entschuldigung anführen könnte.
Seinen Abschluß fand der von Martin Erdemann organisierte Ausflug im Hotel „Ochsen“ in Breitenholz, wo Renate Dannecker und ihre Chormannen ein Abschiedsständchen darbrachten.










